Newsletter von Dr. Héctor
B. Epelbaum #37 / 1. Juli 07
Guten Tag!
„Die
Zahl derer, die durch zu viele Informationen
nicht mehr informiert sind, wächst.“
Rudolf Augstein
„Mehr
als die Vergangenheit interessiert mich
die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu
leben.“ Albert Einstein
Im Juli befassen wir uns
mit den (unsichtbaren) Chancen
und Risiken von Kooperationen.
Spannende und kurze Mitteilungen über
die Verwendung des Internets vervollständigen
diesen Newsletter.
Erfolgreiche Unternehmer
brauchen, auch im WWW, Allianzen.
Wie ist hier vorzugehen? Die Spieltheorie
kann uns helfen. Sie befasst sich u.a.
mit der Simulation von Strategien gesellschaftsähnlicher
Systeme und hilft, die Lage zu analysieren
und erfolgsversprechende Verhaltensweisen
zu entdecken und zu begründen.
Die Spieltheorie
lehrt uns, ein grosses Spiel in eine Sequenz
kleiner Spiele zu unterteilen. Wir bezeichnen
sie als „Teilspiele“. Das
große Spiel wird somit zu einer
Verkettung von Teilspielen. Nach dem erfolgreichen
Abschluss eines Teilspiels wird das nächste
Teilspiel gestartet. Das „große
Spiel“ wird also stufenweise, nach
mehreren erfolgreichen Teilspielen, gewonnen.
Beispiel:
Wir wollen einen Auftrag für eine
Übersetzung vergeben und wählen
einige Firmen im WWW aus. Als grosses
Spiel betrachten wir die Auftragsvergabe.
Die Teilspiele
sind:
- Kontaktaufnahme:
Wird die E-Mail beantwortet? (rechtzeitig?,
kompetent?, unseren Erwartungen und
Ansprüchen entsprechend?) Wenn
ja, wird das nächste Teilspiel
gestartet.
- Detaillierte Anfrage:
Werden unsere Erwartungen und Ansprüche
befriedigt? Wenn ja, wird das nächste
Teilspiel gestartet.
- Kennenlernen:
Werden unsere Erwartungen und Ansprüche
befriedigt? Wenn ja, wird der Auftrag
erteilt.
- Auftragserteilung.
(Ziel erreicht!)
Wenn wir „grosse Projekte“
in solche kleine Teilschritte unterteilen,
haben wir mehr Gewähr, nichts zu
übersehen und am Ende unser Ziel
zu erreichen.
Des weiteren lehrt und die
Spieltheorie, dass Spieler Allianzen brauchen,
gerade in den Anfängen. Spieler kooperieren
freiwillig. Deshalb ist Vertrauen notwendig.
Wie kann nun Kooperation entstehen?
Folgt man der Spieltheorie,
sind kleine Schritte,
die laufend wiederholt werden, besser
geeignet für die Entstehung von Kooperationen.
Bei jedem Schritt kann die Kooperation
aufgelöst werden. Jeder Spieler ist
abgeneigt, die Kooperation zu beenden,
wenn sich die Zusammenarbeit für
ihn lohnt und somit das Ende der Kooperation
in weiter Ferne liegt. Dagegen ist der
Kooperationswille viel schwächer,
wenn jeder Schritt als der möglicherweise
letzte verstanden wird.
Beispiel:
Die Zusammenarbeit mit einem kooperierenden
Unternehmer basiert auf Provisionszahlungen.
Die Provisionen werden bezahlt, weil die
Hoffnung auf weitere Zahlungen besteht.
Wird die Zusammenarbeit nicht fortgesetzt,
ist die Bezahlung der letzten Provision
prinzipiell unsicher.
Eine andere ganz konkrete
Kooperationsart ist der Linkaustausch
im World Wide Web. Die Veröffentlichung
eines Links ist ein Hinweis auf Vertrauen
in die Leistungen der verlinkten Firmen.
Wer eine Empfehlung ausspricht, setzt
sich mit der eigenen Reputation ein, wie
Descartes prägnant formulierte: „Was
Peter über Paul sagt, sagt mehr über
Peter als über Paul.“
Keine Kooperationsbereitschaft
im WWW zu zeigen ist ein großes,
unsichtbares Risiko: Wachstum - auch im
Internet - ist ohne Kooperationen nicht
möglich.
Kooperationsoffenheit
beginnt mit der Bereitschaft, Links zu
anderen Unternehmen zu veröffentlichen.
Kooperationswille soll
anschließend durch den Ausbau der
Links und den Informationsaustausch nachgewiesen
werden. Durch diese kleinen Schritte,
in denen zunehmend mehr Vertrauen entsteht,
wachsen die Chancen für Kooperationen.
Eine weitere Erkenntnis
der Spieltheorie ist die trivial
klingende Schlussfolgerung, dass das Spiel
Zeit braucht. Ein wirksamer Internetauftritt
braucht Pflege und Engagement. Die Zielgruppe
wird immer wieder angezogen, gebunden.
Somit dient der Auftritt ständig
der Zielerreichung. Die Firmenleitung
stellt die notwendigen Ressourcen, d.h.
Zeit und Budget, zur Verfügung und
kann deshalb erfolgreicher tätig
sein.
Meine Empfehlung
Wenn Sie Ihre eigenen Chancen durch Kooperationen
verbessern wollen, sollten Sie die Hilfe
von jemand in Anspruch nehmen, der Ihren
Internetauftritt analysiert, permanent
verbessert und dabei die Wirkung möglicher
Kooperationen berücksichtigt.
Wollen Sie einen ersten Schritt für
bessere Kooperationen tun? Kontaktieren
Sie mich, und wir können Ihre nächsten
Schritte miteinander besprechen, ohne
Verpflichtungen. Wir werden verschiedene
Ideen generieren, und Sie entdecken, wie
Sie diese Anregungen für Ihre Firma
in Ihrem Sinne anwenden könnten.
Unsicher? Einfach Kontakt per E-Mail aufnehmen,
um eine Meinung bitten und einen Termin
für ein Telefonat vorschlagen!
Kurze Mitteilungen
Sind auch Sie neugierig,
mehr über neuartige Anwendungen des
Internets zu erfahren? Eine exzellente
Adresse mit vielen Links zu Web-2.0-Anwendungen
ist http://www.go2web20.net/
(Diesen Link habe ich im Rahmen der Vorbereitung
dieses Newsletters gefunden.)
Interessieren Sie sich auch
für die Verwendungsformen
des Internets? Wussten Sie, dass
7 % der französischen Internetanwender
Blogger sind? Diese Zahl ist sehr gross
und deutet auf einem nützlichen und
verbreiteten Einsatz der Blogs hin.
Gordon Graylish ist Vice
President von Intel und zuständig
für Marketing in Europa, Afrika und
im Nahen Osten.
Beim Wolfsberg Think Tank www.wolfsberg.com
- ein Unternehmen der UBS - habe ich ihn
am 18. Juni bei seinem Vortrag „Leaders
and the Future of IT“ erlebt.
Zwei Augenscheine aus diesem
Nachmittag:

Die beigefügte Abbildung
wurde in diesem Vortrag projiziert und
zeigt die weltweite Datenmenge
der E-Mail-Kommunikation, inklusive Spam.
Diese Datenmenge betrug im Jahre 2006
ca. 2 % des gesamten Datenaustauschs im
Internet. Die Zuwachsrate von E-Mail-Verwendung
+ Spam ist gross. Demgegenüber stehen
P2P-(„person to person“)-Anwendungen
mit Video- und Audiosignalen: Sie benötigen
wesentlich grössere Datenmengen.
Folglich ist E-Mail für die Infrastruktur
des Internets, PCs und der Serverausstattungen
unbedeutend geworden.
Die multimediale „person
to person“-Kommunikation entwickelt
sich rasant, obwohl die Geschäftsmodelle
sich noch in einem Experimentierstadium
befinden. Aus den vielen Angeboten ist
noch völlig unklar, welche bestehen
werden, und wie die beteiligten Firmen
Profit erwirtschaften können.
Nach dem Vortrag konnten
sich die Teilnehmer vernetzen. Ich habe
die Chance genutzt, mit Herrn Graylish
über Umwelteinflüsse der Informationstechnologien
und über die Selbstdarstellungen
der leitenden Intel-Mitarbeiter zu sprechen.
Einige biographische
Details von Gordon Graylish wirken
noch immer anregend: Er hat in Kanada
osteuropäische Geschichte studiert
und arbeitete als Taxifahrer, als er die
Chance bekam, bei Intel einzusteigen.
Intel war von Anfang an und während
mehr als 20 Jahre offen, seine Fähigkeiten
und Chancen zu nutzen. Er ist somit auf
offene Türe gestossen.
Der Kontrast zu vielen
europäischen Firmen ist
augenfällig: Seine Persönlichkeit
und sein Potenzial standen im Vordergrund,
während Know-how und Erfahrungen
im zukünftigen Arbeitsbereich nicht
relevant waren. Könnten wir daraus
nicht lernen: Mehr auf die Person achten
als auf Abschlüsse, Diplome oder
Zeugnisse? Mir scheint, hier schlummert
grosses Potenzial, begabte und begeisterte
Menschen zu entdecken.
Spamfreiheit
Seit einigen Wochen bin
ich frei von Spam. Ein Genuss. Eine Massnahme,
die ich dafür treffen musste, ist
die Verwendung provisorischer E-Mail-Adressen
wie die Absenderadresse dieses Newsletters.
Wenn Sie mich kontaktieren wollen, verwenden
Sie bitte zuerst die (provisorische) Adresse
XHE@veqtor.com.
Für weitere E-Mails
setzen Sie die Adresse ein, die ich für
meine erste Antwort benutze.
Danke für Ihr Verständnis!
Herzlich grüßt
Sie
Dr. Héctor B. Epelbaum
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